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Jeder Mensch kann etwas!
Jeder Mensch wird gebraucht!
Jeder Mensch ist gleichermaßen wichtig!
Praxis der Arbeitsmarktintegration - Empowerment

"Ich weiß, dass ich fast nichts weiß, und kaum das." (Sokrates) - insofern bleibt alles,  in aller intellektuellen Bescheidenheit, ein Versuch, der Wahrheit näherzukommen oder anders ausgedrückt, auf dem rechten Weg zu sein.

Gemessen an dem, was wir nicht wissen, ist der Unterschied zwischen dem Wissen des Gelehrten und dem des Ungebildeten als eher gering einzuschätzen!


o Souveränität durch Empowerment und Antizipation.PNG




o Arbeiten gegen die Arbeitslosigkeit - Wahrheiten/Grundhaltung/Pädagogik und Beratung
(Dipl. Soz.-Wiss. Henryk Cichowski 05/2018)

o Steuerungs- und Managementkonzeption als "ganzheitlicher Ansatz"

 o Moderation von Prozessen der Verständigung im Markt
     
als "Vermittlung neu denken -  Liebe auf den ersten und v. a. auch zweiten Blick"
        denn, die Vermittlung findet nicht im Kopf des Vermittlers statt, sondern direkt zwischen Arbeitgeber und  Arbeitnehmer/in
!
      - Vermittlung - Vortrag Netto Stavenhagen.pptx
o Dienstleistungsinteraktion mit erwerbslosen Menschen und Arbeitgebern als
 
  "Dialog auf Augenhöhe"


Der "souveräne" Mensch im Fokus moderner Arbeitsmarktintegration - "handeln lassen, statt zu behandeln"



Reziprozität (im Arbeitsleben) bedeutet Gegenseitigkeit oder Wechselbezüglichkeit und stellt ein Grundprinzip menschlichen Handelns dar. 
 - GEBEN und NEHMEN - ARBEIT gegen GELD im Tausch


Der Arbeitsvertrag im engeren Sinne umfasst eine vermögensrechtliche Austauschbeziehung, nämlich die Leistung von Arbeit gegen Lohn. Zusätzlich entsteht eine Reihe von gesetzlichen Nebenpflichten auf beiden Seiten. Die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geht aber weit über diese rechtliche Beziehung hinaus. Sie beinhaltet auch einen psychologischen Vertrag, der die wechselseitigen Erwartungen und Annahmen im Sinne der Reziprozität zum Inhalt hat. Konkret erwartet der Arbeitnehmer eine angemessene Bezahlung, Sicherheit, Entwicklungsmöglichkeiten und Work-Life-Balance, der Arbeitgeber Leistungsbereitschaft und zunehmend auch Eigeninitiative und Flexibilität sowie natürlich vor allem die Arbeitsleistung.


o "Mensch und Markt" im Fokus  als "Sehen mit beiden Augen"

o "Vollbeschäftigung als Ziel"        (Definition Vollbeschäftigung)

Kapitel 1 FÖRDERN und FORDERN - Sozialgesetzbuch (SGB) Zweites Buch (II)
§ 1 Aufgabe und Ziel der Grundsicherung für Arbeitsuchende

(1) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll es Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht.

(2) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll die Eigenverantwortung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und Personen, die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft leben, stärken und dazu beitragen, dass sie ihren Lebensunterhalt unabhängig von der Grundsicherung aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten können. ...


§ 2 Grundsatz des Forderns

(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen. Eine erwerbsfähige leistungsberechtigte Person muss aktiv an allen Maßnahmen zu ihrer Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen. ...

(2) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen haben in eigener Verantwortung alle Möglichkeiten zu nutzen, ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten. Erwerbsfähige Leistungsberechtigte müssen ihre Arbeitskraft zur Beschaffung des Lebensunterhalts für sich und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen einsetzen. ...




o  "Langzeitarbeitslosigkeit und Arbeitsmarktintegration" - Rezepte des iab (Forschungsinstitut)

Rezepte des iab: (1) Beratung (2) Maßnahmen (3) Externe Kooperationen / öffentliche Infrastruktur.

Am Ende: (4) Ein relevanter Teil der Leistungsberechtigten wird Arbeitslosigkeit und Hilfebedürftigkeit aller Integrationsanstrengungen zum Trotz in absehbarer Zeit nicht überwinden können.

Dilemma des iab:
wiss. Paradigma (wesentliche Stichworte) >  Schwächen, externe Hilfe,  Handlungsprogramme, Defizitabbau ...
Ausweg: 
wiss. Paradigma (wesentliche Stichworte) > Stärken, Zielerreichung,
Sebstentfaltung und Selbstbemächtigung, Marktinteraktion der Marktpartner (AN<>AG) ...



o Interaktive_Wertschöpfung  als "Koproduktion"

o Antizipation. Ziele (Kommunikationskonzept) erreichen, statt Defizite  beheben  als 
   "Stärkenansatz"  - weg von einer (wenn auch gut gemeinten) Sozialpädagogik im Hamsterrad (Reparaturkonzept)

Marcus Tullius Cicero // Römischer Philosoph und Redner "Je größer die Schwierigkeiten, die man überwand, desto größer der Sieg.“ Unser Selbstvertrauen wächst mit jedem Problem, das wir gelöst haben. Deswegen ist es nicht klug, den Menschen "lösbare" Probleme (individuelles identitätsbildendes Eigentum) einfach wegzunehmen oder "fremdbestimmt lösen" zu wollen - Stichwort "gelernte Hilflosigkeit". (vgl. hierzu auch "Empowerment Diskurse", Norbert Herriger in: Rolf Hoburg u. a. - Kommuniziern in sozialen und helfenden Berufen - Kohlhammer 2017). Der Fokus sollte auf der Zielerreichung und der Antizipation von möglichen Hindernissen liegen. Ob Probleme überhaupt Probleme sind, ergibt sich aus der jeweiligen Konstellation und Interaktion (AG <> AN) sowie der spezifischen Situation (Ressourcen AN/AG). Vieles (Bilder im Kopf, Stigmatisierungen, Defizite, Hemmnisse, Zuschreibungen, Wirklichkeitskonstruktionen, Fremdbeschreibungen, negative Selbstbeschreibungen  ...)  löst sich so in Luft auf. Am Ende werden Nachteile zur Vorteilen, Risiken zu Chancen und Menschen, die man fremdbetrachtet als multipel belastet erachtete, entlasten fortan Unternehmen und schaffen Mehrwert. 

o Interview ZDF 26.4.2017  mit Herrn Detlef Scheele -
    Kein Nachschub für Nürnberg, Langzeitarbeitslosigkeit von  unten bekämpfen durch Prävention - Beratung - Weiterbildung.
   zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/langzeitarbeitslosigkeit-scheele-

o www.empowerment.de/grundlagen - Professor Norbert Herriger


o iab.de/infoplattform

o Alle Formen organisierter sozialer Dienstleistungen beinhalten Prozesse der Kategoriesierung bzw. Selbstkategorisierung zur Kennzeichnung von Personen, Problemen, Sachverhalten und Beziehungen. Das kann (ungewollt) zu negativen Etikettierungen (vgl. labeling approach) und zu "sich selbst erfüllenden Prophezeiungen" führen.



Jeder Mensch kann etwas!   Jeder Mensch wird gebraucht!   Jeder ist wichtig!  

Empowerment - Was steckt hinter diesem Konzept?